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Schneckenegel

verfasst von Ulli Bauer
Wissenschaftlicher Name : 
Glossiphonia sp.
Bild: 

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Andreas Thissen

 

  • gehört zu den Ringelwürmern (Annelida) und zur Stamm der Gürtelwürmer (Clitellata)
  • deutlich segmentiert
  • bis 3 cm lang und 1 cm breit
  • stark abgeflacht
  • tropfenförmig
  • oft hellbraun, grünlich oder hell bis weiß, mit deutlich sichtbarem verzweigtem Darm
  • am Vorder- und am Hinterende je ein Saugnapf
  • fester, knorpeliger Körper, nicht schleimig
  • Lebenserwartung: bis 3 Jahre
Herkunft/Verbreitung: 

Nahezu weltweit in fließenden und stehenden Gewässern des Süßwassers.

Futter: 

Schnecken; sie werden ausgesaugt.

Art der Vermehrung: 

Schneckenegel sind Zwitter, besitzen also männliche und weibliche Geschlechtsorgane.

Nach der Paarung bildet sich ein Gürtel (das Clitellum), der ein zähflüssiges Sekret abscheidet, aus dem ein Kokon für die abgelegten Eier gebildet wird.

 

Der Kokon wird an Pflanzen oder harten Oberflächen wie Holz oder Steinen abgelegt. Schneckenegel betreiben Brutpflege, bewachen die abgelegten Kokons und tragen die geschlüpften Jungen für einige Wochen mit sich herum.

Fortbewegung: 
  • raupenartiges Kriechen, der Körper wird zusammengezogen und ausgestreckt
  • oft hält sich das Tier mit dem hinteren Saugnapf fest und tastet mit dem Vorderkörper
Einschleppung: 

Tiere oder Eikokons mit Pflanzen, Holz oder anderen Dekorationsmaterialien aus befallenen Becken oder aus der Natur.

Diagnose: 

Tropfenförmige relativ große Würmer, die sich wie eine Spannerraupe über die Aquarienscheibe bewegen.

Wenn sie gestört werden (z.B. durch Anstupsen) rollen sie sich igelartig zusammen.

Hin und wieder erwischt man sie auch in flagranti, wie sie eine Schnecke aussaugen.

Bekämpfung: 

Am besten durch Absammeln.

 

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